PRESSBOLZEN


Nach der Definition im Wörterbuch der slowenischen Standardsprache ist ein Bolzen ein langer, gerader Gegenstand, in der Regel rund im Abschnitt. Ein Aluminiumbolzen ist ein Teilfabrikat, das für die Industrie bestimmt ist, das mit verschiedenen Verfahren mit plastischen Umformungen (am häufigsten mit Strangpressen oder Schmieden) eine breite Produktpalette produziert, vor allem Aluminiumprofile.

Verwendung:

  • Transportindustrie,
  • Automobilindustrie,
  • Bauwesen,
  • Möbelindustrie,
  • Wärmetechnik.

Legierungstypen

Wir produzieren Legierungsgruppen der 6000er Serie, bei denen die Hauptbeigaben Magnesium und Silizium sind. Die häufigsten Legierungen sind:

  • 6060 - Legierung AlMgSi0,5
  • 6005 - Legierung AlMgSi0,7
  • 6082 - Legierung AlMgSi1

Chemische Zusammensetzung ausgewählter Legierungen für Pressbolzen - (PDF)

Maße und Charakteristiken - (PDF)


Gießen von Pressbolzen

Für die Pressbolzenproduktion wird modernste Technologie verwendet, die die günstigsten metallurgischen Umformungsstrukturen und einen niedrigen Wasserstoffgehalt gewährleistet.

Das Gussverfahren verläuft an der halbkontinuierlichen vertikalen Gießanlage gemäß der sogenannten „HOT TOP gas slip" Technologie.

Das wichtigste Element der Gießmaschine ist der Gießtisch mit Kokillen für die Produktion von Pressbolzen mit verschiedenen Durchmessern. Der Gießtisch bewegt sich beim Gießen in Richtung des Bodens der 8 m tiefen Gießgrube, die aus den Kokillen kommenden Pressbolzen werden von einem starken Wasserstrahl mit Kühlwasser bespritzt und somit abgekühlt.

Das Bewegen der bis zu 50 Tonnen schweren Last wird mit Hilfe eines hydraulischen Zylinders ausgeführt. Für eine genaue vertikale Lenkung und die Gewährleistung einer gleichmäßigen Gießgeschwindigkeit sorgt ein Prozesscomputer, welchem eine dort angebrachte sehr genaue Messausstattung die erforderlichen Daten übermittelt.

Nach Ende des Gießprozesses werden die bis zu 7,5 m langen Pressbolzen aus der Gießgrube mit Hilfe eines Brückenkrans heraus gehoben, und werden dann zum Abstelltisch des Homogenisierungsofens transportiert.



Homogenisierung von Pressbolzen

Nach dem Guss müssen die Pressbolzen thermisch bearbeitet werden, um dadurch die optimalen mechanischen Eigenschaften für die weitere Verarbeitung (Extrusion der Pressbolzen) zu ermöglichen.

Die thermische Bearbeitung verläuft im Homogenisierungsofen, in dem die Pressbolzen stufenweise erhitzt und bei einer Temperatur von 535°C bis 585 homogenisiert werden. Die Pressbolzen werden dann in Luftkühler weitergeleitet, in denen hohe Temperaturgradienten bei der Kühlung von Pressbolzen mittels einer Turbokühlung erreicht werden.

Der Homogenisierungsofen ist eine geschlossene Kammer, die mit Erdgas erhitzt wird. Den Vorschub der Pressbolzen in verschieden erhitzte Temperaturzonen des Ofens ermöglicht ein Schritttransporter, der in bestimmten Zeitintervallen die Pressbolzen in die nächste Ofenposition bringt.

Für die richtige Erhitzung und Abkühlung einzelner Legierungstypen sorgt ein Prozesscomputer.

Die abgekühlten Pressbolzen werden an beiden Enden abgesägt, mit Hilfe des automatischen Staplers werden diese auf eine Holzbettung aufeinander gelegt und mit Bändern in Bündel verpackt und transportfertig gemacht.

Der Zweck der Homogenisierung:

  • die Transformation der nadelförmigen Phase (das Ziel sind globulare ß AlFeSi Kristalle, die sich leichter umformen lassen);
  • Verringerung der Mikrosegregation nach dem Gießen der Pressbolzen;
  • Verringerung der Materialspannung;
  • eine kontrollierte Distribution von Disperoiden in Legierungen, die Mangan, Chrom und Zirkonium enthalten;
  • • bei der Abkühlung sollte es zu einer kleinstmöglichen Ausscheidung der Inter – Metallphase Mg2Si kommen nach Kristallgrenzen beziehungsweise die Erlangung einer feinen Zwangsgeschmolzenen Phase Mg2Si.



BREITBÄNDER


Wir produzieren auch Breitbänder, die zum Teil der Herstellung von Verdampfern dienen:

  • Maximale Kapazität: 8.000 Tonnen pro Jahr
  • Maximale Breite: 1.320 mm
  • Dicke: 6 bis 10 mm